ZeuS 2010

Erste-Hilfe-Kurs an der Astrid-Lindgren-Schule

Albträume und Glücksfälle

Zeitung und Schule – Zeus 2010

Vom 19.04.-04.06.2010 nahm die ALS im 5. Jahr am Zeus-Projekt teil. In den Klassen 8-10 wurde die WAZ fleißig gelesen und analysiert. Leider hat es mit der Veröffentlichung der Artikel in diesem Jahr nicht so gut geklappt wie in den Vorjahren.
Am 18.05.2010 wurde das Interview unserer Reporter mit Herrn Edler veröffentlicht, der an unserer Schule für die Abschlussklassen die Erste-Hilfe-Kurse durchführt:
“Alträume und Glücksfälle- ein 71-jähriger Lebensretter berichtet“.

Der eingesandte und abgedruckte Artikel können zum Vergleich unten nachgelesen werden.

Die Klasse 8 war beim Parcours „Komm auf Tour“ im Volkshaus Röhlinghausen dabei, die Presse war auch geladen, s. WAZ v. 06.05.2010.

4 Schüler der Klasse haben als „Helfer“ in Kooperation mit der Jugendkunstschule Wanne-Eickel Farbe in das Schulleben der Grundschule Michaelstraße gebracht, s. Wochenblatt v. 04.07.10.

Viel Spaß beim Lesen!

Erste-Hilfe-Kurse an der Astrid-Lindgren-Schule
Herr Edler ist über 50 Jahre als Lebensretter tätig

Die Klasse 10a der Astrid-Lindgren-Schule hat im März 2010 bei Herrn Lothar Edler einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. Die Schüler haben bei ihm gelernt, wie man sich bei Unfällen verhält und Leben retten kann. Die Kursbescheinigung können die Schüler für ihre Führerschein-Ausbildung nutzen. Im April 2010 gibt Herr Edler einen EHK in der Klasse 10b. Er hat uns so beeindruckt, dass wir ein Interview mit ihm machen wollten.

Zeus: Seit wann machen Sie Erste-Hilfe-Kurse?
Edler: Seit 1971.
Zeus: Warum machen Sie diese Kurse?
Was hat Sie dazu motiviert?
Edler: In der Schule haben wir 1953 einen Erste-Hilfe-Kurs während des Unterrichts am Gymnasium in Lemgo gemacht. Mit 15 Jahren bin ich danach als Schüler zum Jugendrotkreuz (JRK) gegangen.
Zeus: Welche Ausbildung haben Sie?
Edler: Bis 2000 war ich Lehrer an der Realschule an der Burg. 1971 habe ich eine Ausbildung zum Ausbilder/Instruktor für Sanitätsdienste in Münster gemacht. Mein damaliger Schulleiter hat mich dafür auch beurlaubt.
Zeus: Was war Ihr schlimmstes Erlebnis?
Edler: 1972 waren wir auf der Sauerlandlinie A 45 bei Freudenberg zu einer THW- Übung unterwegs, als ein Bus mit 72 Kindern umstürzte. Es gab 20 Tote und viele Schwerverletzte. Ich habe geholfen, Körperteile einzusammeln. Ich hatte davon noch lange Zeit Alpträume.
Zeus: Was war Ihr schönstes Erlebnis?
Edler: Mit 18 Jahren habe ich an der A2 bei Bielefeld bei einem schweren Unfall geholfen. Ein Autofahrer war mit seinem PKW gegen einen Baum geschleudert. Er war bewusstlos und musste wieder belebt werden. Ich habe den Kopf überstreckt (lebensrettender Handgriff) und der Mann hat sofort wieder geatmet.
Zeus: Wie alt sind Sie? Wie lange wollen Sie weiter arbeiten?
Edler: Ich werde jetzt 72 Jahre alt. Ich wollte erst mit 65 Jahren aufhören, dann mit 70 Jahren, aber ich hatte keinen Nachfolger. Ich mache nun Lehrgänge, so lange ich gesund bleibe.
Zeus: Welche Aufgaben haben Sie schon übernommen?
Edler: Instruktor/ Ausbilder Sanitätsdienst, Erste-Hilfe-Kurse für Schüler, Sportgruppen, Kinder in ganz Nordrhein- Westfalen. An der Realschule an der Burg habe ich den Schülersanitätsdienst eingerichtet. Es gibt ihn noch heute.
Zeus: Gibt es auch Jugendliche im DRK Wanne-Eickel?
Edler: Es gibt das Jugendrotkreuz am Eickeler Bruch. 35 Jugendliche von 6-18 Jahren treffen sich mit Herrn Jarolim.
Zeus: Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit. Danke für das Interview

Adelina Hamitaj, Manuel Binkowski, Cengiz Oktulmus, Kl. 10a Astrid-Lindgren-Schule